4.11.2018 – Sonntag – 6 Jahre – Jan im Herzen

Lieber Jan,

man sagt in der Trauer muss man alles einmal erlebt haben, dann weiß man wie es sich anfühlt. Da ist wohl was dran. Es war Sonntag als der Anruf kam … Heute ist das erste Mal der 4. November wieder ein Sonntag. Wir hätten wohl nicht gedacht, dass die Erinnerungen wieder so heftig werden, schmerzhaft, traurig.

Schön ist es, dass wir den Tag wieder gemeinsam mit Suse und Freunden in Erinnerungen an dich verbringen durften.

circle of life  – Du bist Onkel geworden, unser kleiner Sonnenschein gibt uns so viel Kraft. – Deine Oma Hilde ist von dieser Erde gegangen, wir haben sie ganz persönlich und liebevoll verabschiedet.

Jan, du fehlst uns so sehr. Auch wenn du mit 28 Jahren schon ein junger Erwachsener warst, du bist unser Kind. Wir können die Zeit nicht zurück drehen. Wir würden unser Leben für deines geben. Aber es hilfst nichts, das Leben geht für uns weiter.

Durch deinen plötzlichen Tod, waren wir gezwungen unser Leben neu aufzustellen.

Vieles ist unwichtig geworden, wir genießen das Leben bewusster. Mit Menschen die uns nicht gut tun – die ewig Unzufriedenen – wollen wir uns nicht beschäftigen. Neue Freundeskreise sind entstanden, alte Freundschaften haben sich vertieft, neue Bekanntschaften blieben erhalten, alles Menschen mit denen wir wundervolle Stunden verbracht haben. Wir haben uns Motorräder zugelegt, genießen das gemeinsame Hobby. Und das Wunderbarste ist, das der Kontakt mit Suse und einigen deiner Freunde weiterhin besteht.

Wir gehen gemeinsam einen Weg
aus der tiefen Hoffnungslosigkeit
zu neuen kostbaren Momenten,
begleitet von unseren verlorenen Kindern,
begleitet mit neuem Blick auf das Leben,
begleitet von der Hoffnung
Sinn und Ziel dieses Weges eines Tages zu erkennen. (aus dem Gedicht von Petra Fuchs)

Ich habe in diesem Jahr eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert und kann und werde nun Menschen begleiten, die den Weg der Trauer vor sich haben. Das ist mein Weg.

In Liebe deine Mutti, In Liebe dein Papa

4.11.2017 – 5 Jahre ohne Dich

Lieber Jan,

ich, deine Mutti, habe mir gewünscht am 4.11. 2017 – 5 Jahre ohne dich – den Nachmittag gemeinsam mit Familie und Freunde zu verbringen.

Gemeinsam mit Suse haben wir den Nachmittag vorbereitet und deine Freunde, Oma und Tanten haben leckere Kuchen gebacken.

Gemeinsam Bilder angeschaut, Erinnerungen ausgetauscht, Zeit in Marokko wiedermal durchlitten, Baby geschunkelt, geweint und GELACHT.

Die Kinder, die an deinem Grab mit Freude Wunderkerzen anzündeten, scheren sich Gott sei Dank nicht um die Pietät.

Es fühlte sich ALLES gut an, so wie es war. 

Wir können dich nicht mehr fragen. Deshalb saugen wir jede Geschichte, Episode aus deinem kurzen Leben so dankbar auf. Wir vermissen dich so sehr.  Das ist eine Erkenntnis  –  Es wird nie aufhören weh zu tun.

In Liebe Mama und Papa

4.11.2016 – Vier Jahre nach dem Alles anders war

Das Jahr 2016 ein gutes, ein ereignisreiches Jahr? Ja das war es wohl. Freude und Traurigkeit sie stehen so dicht beieinander.

Der kleine Bruder von Jan hat geheiratet. Es war so schön Steffen und seine Ari so glücklich zu sehen. Wir haben bis in den Morgen hinein gefeiert. Jan hat gefehlt uns allen gefehlt. Wir hätten Jan so gewünscht, seine große Liebe heiraten zu können (geträumt hatten sie wohl schon davon).  Aber alles hat seine Zeit, seinen Ort. Und dieser Tag im Juni gehörte der Freude, dem Glück für Ari, Steffen und uns.

Wir waren eingeladen zur Hochzeit von Ela und Oskar. So viele Gäste und wir „Mittenmang“. Wenn der „Dicke“ schon nicht da seien konnte, dann müssen die Alten ihn vertreten (Oscar’s Worte). Aber Jan war ja da, in Gedanken, im Gebet, in Gesprächen, auf Fotos. An einigen Momenten des Tages war es für uns emotional kaum auszuhalten. Wir mussten zur Seite treten, die Tränen und den Schmerz frei lassen. Jan ist noch so präsent in den Gedanken und Erinnerungen der Freunde – das hat uns sehr beeindruckt und Mut gemacht. Vielen Dank, dass wir an eurem Leben weiter teilhaben dürfen.

Vier Jahre – und immer schmerzt der Gedanke – Jan kann nicht mehr zurückkehren –    so……. sehr. Akzeptieren, kann das jemals gelingen?

Lieber Jan, liebes Kind, gestern leuchtete ein kleiner Regenbogen über unseren Garten. Leuchtete den tristen Herbsthimmel weg. Wir fühlen du hast uns gegrüßt. Sagst uns: “Mir geht es gut, lasst euch das Herz nicht so schwer sein“.

Wir denken an dich und vermissen dich. In Liebe Mama und Papa

Regenbogen zu Hause

3 Jahre Danach

Lieber Jan, drei Jahre sind nun schon vergangen.

Drei Jahre – Gefühlt – Wie gestern.

Kein Tag vergeht an den ich nicht an dich denke. Aber der 4. November ist so besonders schmerzhaft. Ich habe dich lieb.

Narben ……… Sie werden kleiner, Werden verblassen, Kaum noch zu erkennen, Doch ich weiß, sie sind da, Erinnerung bleibt.

Papa

4. November 2015

Wieder ist ein Jahr vorbei. Nein kein Jahreswechsel, meine Zeitrechnung ist seit drei Jahren anders.

Seit dem 11. September ist dein Opa Kurt nun auch bei dir. Ich weiß, du hast ihn gut empfangen. Um Oma Hilde werde ich mich kümmern, soweit es die Kraft zulässt.

Das Wissen, dass du nicht mehr zurückkommen kannst, ist präsenter geworden, aber du bist jeden Tag in meinen Gedanken. Irgendetwas erinnert immer an dich, das Licht in der Kirche in Barcelona, süß saure Eier zum Mittag, Nugat im Regal,  deine selbst geschriebenen Geschichten. Ich bin traurig. Wo würdest du heute stehen? Hättest du Arbeit, die dich erfüllt? Ich denke so oft in letzter Zeit, spätestens jetzt hättest du – du mit dem großen Gerechtigkeitssinn – einen Job im Bereich der Flüchtlingshilfe gefunden.

In diesen Novembertagen sind die Gedanken, die schönen Erinnerungen, meine Kämpfe mit dir und besonderes die Zeit nach dem Unglück wieder so zugegen – kaum auszuhalten. Aber die letzten drei Jahre haben gelehrt – ich kann es überleben. Es gibt Freunde, Bekannte, Kollegen an meiner Seite die auch heute noch nach dir fragen, sich erinnern, meine Schmerzen verstehen oder wenigstens akzeptieren. Dafür bin ich dankbar.

Ich werde diesen Tag, den 4. November 2015, nicht allein in Gedenken und in Gedanken an dich verbringen. Ich werde nicht allein Fotos und Videos anschauen und eine Kerze für dich anzünden. So wie unsere Familie, Papa, dein Bruder und ich, werden sicher noch viele andere den Tag und die nächsten Tages des Jahres in Liebe an dich denken.

Deine Mama

Eigentlich möchte ich Dir sagen: Tu mir einen Gefallen und komm nach Hause! Es ist alles getan und alles gesagt. Alles durchdacht und alles durchlitten. Es reicht.

Doch es hört nicht auf. Einfach so. Es hört nicht auf. Ganz einfach.

Aber wie Traurigkeit und Verzweiflung und Verlorensein nicht aufhören, sind auch Wärme und Liebe und Geborgenheit geblieben. Die hören auch nicht auf, sind ebenso einfach da. Schauen mal rein, fragen was grade so geht und lassen sich nieder um ein Schwätzchen zu halten.

Ich zünde heute eine Kerze an für Dich, mein Herz. Und dies wird da draußen nicht die einzige sein. Ich vermisse Dich und bewahre Dich – mit all der Wärme und Liebe und Geborgenheit, die mir dabei Gesellschaft leisten.

 

Suse

4. November 2014 – Wieder Herbst

Zwei Jahreszyklen sind schon vergangen. Jan das letzte Mal bei uns zu Hause, bunte Blätter an den Bäumen und Herbstnebel, 22.12.- Jan’s Geburtstag, Weihnachten, Skifahren, Familientreffen Ostern, Sommer und wieder Herbst.

Das Leben geht weiter, auch wenn wir uns das vor zwei Jahren nicht vorstellen konnten. Aber es wird nie wieder wie vorher sein. Jan fehlt uns – er wird uns immer in unserer Familie fehlen. Herbst wird immer verbunden sein mit dem Tag, an dem wir Abschied nehmen mussten.

Leben geht und Leben kommt. Wir erfreuen uns heute auch an der Familienplanung in Jan’s Freundeskreis und an die Großelternfreunde in unserem Freundeskreis.

Viele haben uns in den letzten zwei Jahren geholfen, weiter zu leben, haben uns geholfen, das Lachen wieder zu finden. Doch wir haben uns verändert, die Traurigkeit, die Sehnsucht nach unserem Kind wird bleiben, gehört nun zu uns. Wir hoffen, dass wir immer die Kraft haben, für die da zu sein, die wir lieb haben und die uns brauchen.

Der Grabspruch von Jan’s Freunden „Wir sehen uns wieder, hinter dem Regenbogen „ ist uns zum Begleiter geworden. Immer wenn wir einen Regenbogen sehen, denken wir an Jan.

Jan – Irgendwo wartest du auf uns.

Mama und Papa 

Irgendwann werden wir uns wiedersehen, dann wirst auch du dort erwachen,
über den Dächern, über den Wolken, über dem Regenbogen, weit, weit, hoch oben.

Dann werden wir uns die Hände reichen  unser Lachen wird erklingen, Frieden wird herrschen, die Tränen werden versiegen – hoch über dem Regenbogen, somewhere over the rainbow.

An eine Nervensäge

Mit deinen Problemen
heißt es
bist du
eine Nervensäge

Ich liebe die Spitze
und Schneide
von jedem Zahn
dieser Säge
und ihr blankes Sägeblatt
und auch ihren runden Griff

– Erich Fried –

Suse

Elefant im Raum

Es gibt Momente, da bist Du plötzlich hier wie der sprichwörtliche Elefant im Raum. Und ich stehe vor der Entscheidung, ob ich den Elefanten jetzt kurzerhand rauswerfe oder ihm erlaube sich häuslich einzurichten. Jeden Tag gibt es diese Wahl und sie gestaltet sich immer anders.

Manchmal werden wir Freunde, der Elefant und ich, und ich bin froh, dass er da ist, weil er einen erlesenen Humor hat oder Trost spendet oder mich daran erinnert, was wichtig ist. Manchmal erwischt er mich auch mit voller Breitseite mit seiner schlechten Laune oder seinen düsteren Gedanken oder seiner Wahrheit.

Der Elefant ist Dir ganz schön ähnlich.

Ich frage mich, ob dieser Elefant irgendwann mal nicht mehr vorbeischaut. Vielleicht wird es ihm zu langweilig plötzlich einfach aufzutauchen und hier rumzuhängen. Doch ich vermute, der Elefant bleibt mir erhalten. Er wird seine Besuche seltener einstreuen und er wird mit der Zeit kleiner werden, aber immer da sein. Vielleicht bringt er irgendwann auch mal Blumen und Pralinen mit. Wer weiß schon, was morgen kommt?

Suse

Gedanken an Jan,

der 1. Monat im neuen Jahr ist nun schon wieder vorbei.  Weihnachten geschafft, der Jahreswechsel geschafft und so viele emotionale Momente – wieder einmal bewältigt.  Ich kann auch schon schöne Augenblicke zulassen. Es gibt auch wieder das Lachen.  Dann kommt wieder so eine Bruchlandung – du wirst nicht mehr zurückkommen. Und immer wieder NEIN, NEIN  – es darf nicht sein.  Ich sitze in einem Zug der einfach weiterfährt, der sich immer weiter entfernt.

An der Wand hängt wieder ein schöner ,von Steffen  gestalteter, Kalender. Im Januar und Februar schöne Bilder vom Winter, auch von unserem gemeinsamen Ski-Urlaub  – Aber von dir kommen einfach keine neuen Bilder dazu.  Es ist ein ganz schön schwerer Weg  akzeptieren zu müssen, dass ……. Erinnerung bleibt.

Auf meinem Schreibtisch im Büro steht eine Karte : „ Loslassen, wo wir festhalten möchten. Weitergehen, wo wir stehen bleiben möchten. Das sind die schwierigsten Aufgaben, vor die uns das Leben stellt.“

Küsschen Mama

Geburts – Tag

Heute vor 30 Jahren bist du geboren, am 22.12.1983 um 15.15 Uhr. Dein 30ster Geburtstag  wäre heute. Ob du den Tag gefeiert hättest – SICHER.

Wie all die  letzten Jahre werden wir essen gehen und leider können wir dich nur in Gedanken mitnehmen. Was heißt nur ? Ich habe dich lieb.  Du fehlst mir.

Papa

Wunschzettel

Wunschzettel von Jan gemalt

Mein Großer, ich wünschte Du könntest unterm Tannenbaum sitzen. –

und deine Geschenke auspacken. Den Spaß am Auspacken hast du dir immer erhalten. O-Ton Jan: „Ist da Lego drin ? “

Ich denke auch an dich.                                                                                                                                   Mama

 

 

Türchen #1

Jan ist manchmal faszinierend mit Musik umgegangen. Trotz mono. Irgendwo eine Basslinie, irgendein Trompetensolo – noch im gruseligsten Schlager hat er ein fesselndes Fragment gefunden, das ihn dann in Dauerschleife begleitet hat. Ich muss zugeben, dass vieles einfach nur an mir vorbeirauschte und ich mich dabei freute, dass er sich so gefreut hat. Ich war handwerklich ein lausiger Zuhörer. Mit mir ließ sich über Text reden – alles andere war Atmosphäre, schlimmstenfalls Gefühl.

So begleitet mich und Euch durch diesen Advent beides: Klang und Wort. Ich weiß nicht, was Jan zu diesem Adventskalenderstart gesagt hätte. Ob vernichtend zerpflückt oder eine Dauerschleife wert. Es ist ein guter Beginn.

Suse

 

KÄPTN PENG & DIE TENTAKEL VON DELPHI – DER ANFANG IST NAH

… Hallo Zeugung, Hallo Verbeugung,
Hallo Potential, Hallo Vergeudung,
Hallo Täuschung, Hallo Beleuchtung,
Hallo Verleugnung deiner eigenen Bedeutung,
Hallo Möglichkeit, Hallo Stille,
Hallo Entwicklung, Hallo freier Wille …

Erzähl von mir mit Lachen

Erzähl von mir mit Lachen
so waren wir doch einst
erzähl die tollsten Sachen
auch wenn du nachher weinst

Ich könnt dich nicht verwinden
stürbe dir hinterher
dagegen Kraft zu finden
brauch ich dich noch viel mehr

                                   Gisela Steineckert

Lieber Jan,

ein Jahr ist nun vergangen-  irgendwie verstrichen. Alles würden wir dafür geben- dieses schreckliche  Erlebnis ungeschehen zu machen. Die Trauer vergeht nie, sie ist zu unserem ständigen Begleiter geworden. Sie  kommt wie aus dem Nichts, wie ein Geschoss, aus Ohnmacht, Traurigkeit und unendlicher Sehnsucht, dass alles kaputt macht. Um nicht ständig über das ,,Warum“ nachzudenken, hat jeder auf seine Art und Weise einen  Weg gefunden  um irgendwie damit klarzukommen. Das war und ist noch immer sehr schwer und mit vielen Anstrengungen verbunden. Man kann die Leere im Herzen nicht füllen, den Platz der verlorenen Person nicht einnehmen, ein paar nette Worte, sind ein nichts, im Gegensatz zu den vergangenen Ereignissen und den vielen schönen Erinnerungen.  Ein einfaches: 

„es wird alles gut!“ oder „die Zeit heilt alle Wunden“ reicht nicht aus um die Leere zu füllen!

 Jan ich hoffe du weißt, das wir an Dich denken und Dich nie vergessen werden.  Eigentlich weiß ich in der Tiefe meines Herzens, dass du auf jeden von uns ein Auge wirfst und mit einem verschmitzten Lächeln die Geschicke lenkst. Du weißt doch- Deine etwas verrückte alte Tante glaubt, dass auf uns noch eine andere „bessere Welt“ wartet.  Und Du Jan  wartest dort auf uns!

 Grüß mir Deinen Onkel und sag Ihm, dass ich Ihn liebe.

 Deine Tina-Tante

 

Vermissung

Seit einem Jahr trage ich nun diese Steine in meiner Tasche herum. Einen roten und einen grünen, rund geschliffen von den Wellen des Atlantiks. Gefunden am Strand in Marokko am Tag bevor uns der Himmel auf den Kopf fiel. Manchmal frage ich mich, wo sie herkommen. Ob ich da vielleicht seit einem Jahr mit altem Kaugummi herumziehe. Ob sie eine Antwort sein sollen, ein Trost oder ein Signal.

Diese Steinchen haben mir schon so manches Mal die Nerven gerettet. Beim Warten auf die Straßenbahn, an der Ampel, in irgendeiner Menschenmenge. Sie sind einfach da und das beruhigt.

Du bist nicht da. Du bist nicht da, wenn wir älter werden. Wenn wir lachen und heulen. Wenn wir Entscheidungen treffen. Wenn wir Dinge verbocken oder richtig geil abliefern. Wenn wir Feste feiern. Wenn wir uns kleinmachen oder über uns hinauswachsen.

Du bist nicht da und schwingst doch immer mit. Im Herzen. In Erinnerung. Beim älter werden und lachen und heulen… Und irgendwie beruhigt das auch.

Es bleibt der Gedanke, der mich durch dieses absurde Jahr getragen hat. Wie zwei kleine Steine. Ein bißchen rot, ein bißchen grün. Es ist so einfach: Die Liebe hört niemals auf.

 

 

Suse

Freitag Abende in Berlin

Liebe Suse,

ich habe dich letzte Woche gefragt- wie du nur durch dieses Jahr gekommen bist.

Da fällt mir der Text von „Coldplay – Fix you“ ein:

„Wenn du dein Bestes gibst, aber nicht erfolgreich bist,
Wenn du bekommst, was du willst, aber nicht was du brauchst,
Wenn du dich müde fühlst, aber nicht schlafen kannst,
In Wiederholung steckenbleibst.

Wenn die Tränen dein Gesicht herunterrinnen,
Wenn du etwas verlierst, das du nicht ersetzen kannst,
Wenn du jemanden liebst, aber es zu Ende geht.
Könnte es schlimmer sein?“

Heute weiß ich die Antwort – Nein es kann nicht schlimmer sein!!

Es braucht so viel seelische Stärke, um das zu akzeptieren, was wir nicht ändern können. Es soll fünf Phasen der Trauer geben und jeder erlebt sie unterschiedlich, doch es sind immer fünf (so heißt es).

Nicht wahrhaben wollen
Wut
Verhandeln
Depression
Akzeptanz

Und immer wenn man meint, man hat es geschafft, fängt man wieder von vorne an.

Ich habe jedenfalls eine scheiß Angst vor den kommenden Jahr und daher freue ich mich über Freitag abende in Berlin beim Mexikaner, kühlen Drinks und schönen Erinnerungen.  Danke!

Martina ( für Jan immer Tina-Tante)

 

Draußen ist Marokkoabflugswetter. Die Bäume färben sich gelb, orange und rot. Die Sonne scheint scharf und klar. Der Wind pfeift um die Ohren. Laub fegt über die Straße.

Mal wieder spät dran, wir werden schon abgeholt. Wo ist die Sonnenbrille? Alle Taschen dabei? Ist der Herd aus? Die wichtigsten drei: Schlüssel, Handy, Portemonnaie?

Ab in die S-Bahn zum Flughafen. Was uns wohl erwartet? 30°C und Faulenzen am Strand. Ein bißchen Schadenfreude, dass alle anderen Fahrgäste hierbleiben und arbeiten müssen. Eine Woche Auszeit nach diesem anstrengenden Sommer.

In der Bahn noch schnell das schwerste Gepäck auf die anderen Koffer verteilt. Oh mein Gott, das erste Mal fliegen. Und dann unterwegs mit so vielen Freunden: ob wir uns vertragen, ob sich alle benehmen?

Am Flughafen treffen wir auf den Rest der Bande. Großes Hallo. Alle ein bißchen überdreht. Noch schnell was zu essen besorgen. Überteuertes Baguette mit Käse. Egal, ist ja Urlaub. Und ein paar Klatschmagazine für den Flug. Auf den Parkbänken in der Sonne letzte Pause. Kurzes Facebook-Update: Reisegruppe Orient auf dem Weg.

Wie funktioniert das mit dem Fliegen nochmal? Pass zücken, einchecken. Duty-Free-Schlaraffenland. Unser Flug wird aufgerufen. Schnell, schnell zum Schalter. Lange, graue Gänge, Trepp auf, Trepp ab, noch um eine Ecke, noch eine – einmal den Flughafen in den Katakomben vermessen. Ist das hässlich hier. Warten im Glaskasten mit den anderen Passagieren. Dort steht der Vogel. Wow, das Ding kann also fliegen. Über’s Rollfeld schlurfen. Plätze sichern bei den anderen. Gepäck verstaut, Kaugummi im Mund. Anschnallen. Der Vogel kommt ins Rollen. Abflug.

Draußen ist Marokkoabflugswetter. Drinnen ist alles anders.

Suse

 

Sidi Kaouki 4. September – 10 Monate später –

Wir waren in Marokko. Viele haben gefragt „ Ist das gut für Euch ?„

Es war gut für uns. Wir mussten ein Bild haben. Zu sehen und doch nicht begreifen wollen war tränenreich, schmerzhaft und doch notwendig. So ein schöner Strand, blauer Himmel, blaues warmes Wasser. Die Blumen aus unserem Garten, die Jan immer so mochte und seiner Suse so gern nach Berlin mitnahm, schwammen auf den Wellen.

Und doch ist das Wissen da – wie gefährlich grausam das Wasser sein kann. Der Atlantik hat uns Jan genommen. Wir müssen mit dem Gedanken zu leben lernen – wir können Jan nicht zurück holen.

Das ist so schwer. Aber wir sind nicht allein, dafür Danke

Kerstin und Udo

schweigen am strand

Große Tage, kleine Tage

So langsam kommt bei mir an, dass Du an meinem Geburtstag nicht dabei warst. Ganz viele Menschen schauten vorbei um diese Lücke zu füllen und sie haben ihre Sache auch sehr gut gemacht – es war wirklich ein schöner Tag. Sogar ein Strauß roter Rosen hat es wieder zu mir geschafft, da die Blumenfrau sich an diesem Spätsommertag an Dich erinnert hat.

Es schwirrt durch meinen Kopf ein Stück Ringelnatz: „Lebe! Lache gut! Mache Deine Sache gut!“ Ich geb mir solche Mühe, Herz. Manche Tage sind groß und bedeutungsschwer, andere geben sich klein und rauschen vorbei. Doch keiner vergeht, an dem ich nicht an Dich denke.

Suse

BeachOlympix @ YAAM

Liebe Leute,

es war ein großartiger Nachmittag bei der Strandolympiade am letzten Augusttag im YAAM. Herrlich zu sehen, dass Hüpfen, Laufen und Tauziehen auch bei den Großen solchen Ehrgeiz entfachen kann. Ein Dank geht raus an Gangway und YAAM – speziell an Charles, den „unbestechlichsten Referee aller Zeiten“.

Leider ist ein Großteil unserer eigenen Bilder einem technischen Defekt zum Opfer gefallen. Ich hoffe, dass sich noch einige Aufnahmen retten lassen. Bis dahin gibt es erstmal ein paar Impressionen – festgehalten von der Fotografin Anne-Marie Arpin.

Wie es bei der Siegerehrung im kurzen Regenschauer so treffend hieß: Da musste auch Jan heulen vor lauter Lachen. Er hätte auf jeden Fall seinen Spaß gehabt. Danke für den schönen Tag und so viel Liebe für’s Detail bei den Vorbereitungen!

Suse

Einladung ins YAAM am 31. August

Am Samstag, den 31. August 2013, findet im YAAM eine weitere Runde der BeachOlympix statt, eine Strandolympiade für Kinder und Jugendliche aus Berlin – organisiert von Gangway e.V. und BoxYaam. Die komplette Veranstaltungsreihe wurde Jan gewidmet und mit Euren Spenden zur Trauerfeier finanziert. Bei diesem Mal sind alle aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis eingeladen, den Nachmittag im YAAM zu verbringen.

 

Es wird ein kleines Programm und ein Barbecue geben. Natürlich könnt Ihr Euch schon einmal fit machen und auch sehr gern an den Strandspielen teilnehmen. Doch keine Sorge, das wird keine Bedingung. Ich freue mich einfach über jedes bekannte Gesicht, damit wir gemeinsam einen schönen Tag verbringen können. Also markiert es Euch im Kalender: Am 31. August um 14 Uhr starten die BeachOlympix im YAAM am Berliner Ostbahnhof (Stralauer Platz 35, 10243 Berlin).

Suse

Hochzeitskokon

Mein großer kleiner Bruder hat geheiratet – vergangene Woche zuhause auf der Insel Rügen. Es war ein wunderschönes Fest, im Grunde eine ganze Festwoche, und es gehen immer noch alle durch den Tag ganz seelig und beschwingt von den vielen Eindrücken. Allen voran das Brautpaar. Ich bin so stolz auf die Beiden und auch ein bißchen auf das Festprogramm, das wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

Als wir am frühen Morgen mit der Hochzeitsgesellschaft wieder zuhause angekommen sind, ließen wir in Familie den Tag noch kurz nachklingen. Auf den Küchenfliesen sitzend mit zertanzten Schuhen und den vielen Bildern in Kopf und Herz, habe ich den Gedanken, der mich ständig begleitet, ein einziges Mal ausgesprochen: Du hättest dabei sein sollen.

So wie auch in den vergangenen Monaten. Manches Mal während der Vorbereitungen musste ich plötzlich grinsen, weil ich daran dachte, wie Du mit mir geschimpft hättest, als ich mir tagelang über den richtigen Weißton von Schleifenbändern und Rosenblättern den Kopf zerbrochen habe. Oder wie ich selbst um jedes Wort in der Hochzeitszeitung und jeden Schnörkel im Kirchenheft gerungen habe. Doch jede nervenaufreibende Minute hat sich gelohnt.

Natürlich warst auch Du dabei – mit jedem Wort, jedem Schnörkel, jedem Rosenblatt. Ein bißchen kitschig, aber: Mit mir. Du begleitest mich durch die Welt in jedem Lachen und jeder Träne. Ich bin gleichzeitig glücklich über die Zeit, die wir hatten, und traurig über die Zeit, die wir nicht haben. Und um ehrlich zu sein, manchmal ist es auch anders herum. Doch Du bist hier, weil ich Dich im Herzen tragen darf. Das spüre ich so oft in kleinen und großen Momenten und dafür bin ich einfach nur unendlich dankbar.

Suse

Sommer-Erinnerungen, die 1.

Letzter Tag

Heute dröhnt nur
Atlantik in unseren Köpfen
Wir begleiten ihn mit
Verstimmter Gitarre und Getrommel
Auf leeren Plastikflaschen
Auf unseren Bäuchen
Auf, auf weitertanzen
Nicht liegen bleiben…

Cola mit Rum ist, was es immer war,
Nur mit mehr Sonne drin
Zwar ohne Zitrone, dafür
Kann ich hier jederzeit meine
Schuhe in den Ozean werfen –
Morgen sind wir in Paris.

(Jan – 18 Jahre, Sommer 2002, Spezi-Schreibwerkstatt in Kienitz)

Sommer 2002 – Papa, Steffen und ich sind in den Urlaub gefahren. Du wolltest mit deinen Freunden nach Frankreich. Einfach so mit dem Auto. Ich stelle heute fest, dass ich gar nicht viel von deiner Fahrt weiß. Habe ich zu wenig gefragt? Wohl eher wolltest du nicht alles preisgeben. Wahrscheinlich war es auch gut so. Ich wäre sonst von einer Ohnmacht in die andere gefallen.

Sommer 2013 – letzte Woche war Sommersonnenwende – erste schöne Sommertage. Die Sonne scheint – obwohl so viel Traurigkeit in meinem Herz ist -.

Jan – du fehlst uns.

Jan in der Hängematte

 

Platz in der Sonne

Das YAAM am Berliner Ostbahnhof ist für Jan im vergangenen Sommer ein zweites Zuhause geworden. Nicht nur durch die Unmengen an Stunden, die er dort an der Tür verbracht hat, sondern vor allem durch die Menschen, die ihn dort umgaben, und die Geschichten, die er erlebt hat. Es sind all die Erfahrungen aus Gesprächen und Erlebnissen, die ihn auch durch das Jahr getragen haben. Ich erinnere mich an unzählige Kochversuche, um Momos Erdnusssoße aus der afrikanischen Küche bei uns nachzukochen – allerdings ohne Erfolg. Und ich habe den Satz im Ohr: „Ich hab nen Job an der frischen Luft und, was will ich mehr, es läuft ständig gute Musik!“

So ist es wirklich toll, dass im YAAM ein Platz für Jan erhalten bleibt. Hinterm Eingangstor, gleich auf der rechten Seite haben wir nun die Gedenkecke neu gestaltet. Und Jedem, den es mal in die Nähe verschlägt, kann ich nur raten: Geh ins YAAM, bring einen Gedanken oder eine Blume mit und trink entspannt einen Cocktail bei guter Musik!

Mit Sonne im Herzen bist Du immer dabei. Wir denken an Dich!

Suse

 

Gesichtsbuch

Ich habe heute den ganzen Tag über Deinem Facebook-Profil gesessen um es in den Gedenkstatus zu versetzen und damit einzufrieren. Und ich muss gestehen, dass ich mich davor schon eine ganze Weile gedrückt habe. Das lag nur zum Teil daran, dass dies auch eine Form von Abschied nehmen ist.

Zum anderen musste ich dafür Deinen Rechner rauskramen und das kostet jedes Mal Kraft. Ich bin wieder über die unzähligen Fotos gestolpert und natürlich hängen geblieben. Die Erinnerung lebt nicht nur durch die Bilder, sondern auch die Atmosphäre, das Licht, die Situation, die Menschen drumherum. Es bleibt eine Geschichte, die jedes einzelne Foto transportiert, und jeder erkennt in ihnen etwas wieder, das er mit Dir verbindet. Du hast ganz schön viele Spuren hinterlassen, liebes Herz. Das ist manchmal Fluch und Segen zugleich. Doch hauptsächlich ist es ein großer Trost und dafür danke ich Dir.

Suse

Lagerfeuer

Ein warmer Frühlingsabend, eine Einladung in den Garten unter blühende Kirschbäume, ein knisterndes Lagerfeuer – es war ein schöner Abend gestern zusammen mit Freunden aus Berlin und Umgebung in Frankfurt bei Jans Eltern.

Unglaubliche sechs Monate sind verstrichen, die vieles verändert und abverlangt haben, aber auch stärken und wachsen ließen. Dabei fühlt es sich an wie gestern, wie gerade eben erst passiert. Doch gestern ist okay. Denn dies beinhaltet auch solche wertvollen Momente, wie eben gestern Abend an diesem 04. Mai am Lagerfeuer in dieser Stadt am Fluss.

Suse

Alpha und Omega

An jedem Ostersonntag wird in meiner Heimatgemeinde eine neue Osterkerze angezündet. Ihr Licht begleitet jeden Gottesdienst des kommenden Jahres. In dieser Zeit erlebt sie viel – gute und schlechte Tage, Freude und Traurigkeit, Anfang und Ende. Das gesamte Leben steckt in ihr. An diesem Osterfest hat mir unsere Pastorin die Osterkerze 2012 mit auf den Weg nach Berlin gegeben. Ausgestattet mit all der Kraft, dem Glück und der Wucht der vergangenen Monate leuchtet sie nun bei uns zuhause.

 Suse

Mein lieber Jan

Die Zeit vergeht und viel passiert, doch jeder Tag mehr, ist auch ein Tag an dem du fehlst. Doreen hat Dir ein tolles Gedicht mitgebracht, es hat mich sehr berührt, gleichzeitig eine Träne kullern lassen und ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Heute möchte auch ich ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern, vielleicht auch eines auf die Gesichter unserer Freunde und deiner Familie. Das Leben nimmt nicht nur, zum Glück gibt es auch und das möchte ich gerne mit Dir und unseren Liebsten teilen. Am 21.03.2013 ist unser kleiner Sohn Alfons geboren. Ich bin fest davon überzeugt, dass du das schon längst weißt und Dir den kleinen Mann schon genau bestaunt hast! Nur falls du es noch nicht geschafft hast, hier ein Bildchen für Dich. An deine Stimme kann er sich noch genau erinnern und sie wird immer ein Teil von Ihm sein. Ihr hättet Euch sekundenschnell ins Herz geschlossen, davon bin ich überzeugt. Ich bitte Dich, hab ein wachsames Auge von da, wo du bist, auf unseren kleinen Sohn. Ihn in Deiner geistigen Obhut zu wissen, würde mir ein unglaublich gutes Gefühl geben und Du brauchst bestimmt eh ein bisschen Beschäftigung 😉 Also pass gut auf Ihn auf!

Hier ist er, unser kleiner Alfons Tusche!

Ich danke Dir, denke an Dich und drück Dich ganz fest in meinen Gedanken,

Dein Vögelchen

I’m Free

Hey Jan, dieses anonyme Gedicht habe ich im Januar in der Kirche neben Ground Zero entdeckt. Die Kirche, wirklich direkt neben den Zwillingstürmen, war nicht ein bisschen zerstört – ein Bollwerk wie du 😉 – die Feuerwehrmänner und vielen freiwillgen Helfer konnte sich dort Ausruhen, Essen und medizinisch versorgen lassen – man hat noch sehr gut die eingeschmolzenen Stiefelabdrücke erkennen können. Mich hat das sehr berührt und mitgenommen – alles ohne Hype oder Blickfang – einfach ein Wand an der die Leute Nachrichten an ihre vermissten oder toten Lieben hinterlassen haben. Das Gedicht war das einzige, was ich gelesen habe und ich musste gleich an dich denken. Es gefällt dir bestimmt auch.

Ich denk an dich, Doreen.

I’m Free

Don’t grieve for me, for now I’m free
I’m follow the path God laid for me.
I took his hand when I heard Him call
I turned my back and left it all
I could not stay another day
To laugh, to love , to work or play.
Tasks left undone must stay that way
I found that peace at the close of day.

If my parting has left a void
Then fill it with remembered joy.
A friend shared; a laugh, a kiss
Ah yes, these things I do will miss.
Be not burdened with times of sorrow
I wish you the sunshine of tomorrow.
My life’s been full, I’ve savoured much
Good friends, good times, a loved one’s touch.

Perhaps my time seemed all too brief
Don’t lengthen it now with undue grief.
Lift up your heart and share with me
God wanted me now, he set me free.

Erinnerungen an den gemeinsamen Winterurlaub

Lieber Jan,

vor zwei  Jahren, im Winter 2011, waren wir im Winterurlaub.

Wir hatten viel Spaß beim Skifahren.  Trotz deiner drückenden Skischuhe fuhren wir gemeinsam die Salvenrunde.   Wie du voll Stolz und Glück gestrahlt hast, als du deiner Suse dein Video und die Bilder zeigen durftest.

 

 

Aber Jan vor allem warst du der BESTE beim Rodeln.  Papa, Steffen  und du seid um die Wette gefahren, du warst der Schnellste –  unschlagbar.

 

 

 

 

 

.An einem Tag war der Himmel so blau, die Sonne schien. Ich stand mit dir auf der Skipiste und du meintest bis in das Universum  schauen zu können.

Dieses Jahr waren wir wieder im Winterurlaub. Ich hatte mir so gewünscht, mit allen mit Papa, mit dir, Suse,  mit Steffen und Ari  die Rodelbahn runter zu sausen. Es hat nicht sein dürfen.

Wir haben in den blauen Himmel geschaut. Ich weiß, du hast uns von da oben  mit deinem verschmitzten Lächeln gegrüßt.

Mama

 

unterwegs

Beim Kramen in unseren Briefen habe ich letztens diesen Ringelnatz gefunden, dem Du ein kleines Stück Suse+Jan untergejubelt hast – wahrscheinlich wieder nach einer dieser unzähligen Fahrten zwischen Berlin und Greifswald. Liebes Herz, Du wirst mich weiter auf jeder einzelnen Zugfahrt begleiten und immer, wenn mir der Wind nun am Bahnhof um die Ohren pfeift, erreicht mich auch ein Kuss und Du rennst in meinem Kopf umher.

 

ZU DIR

Sie sprangen aus rasender Eisenbahn
Und haben sich gar nicht weh getan.

Sie wanderten über Geleise,
Und wenn ein Zug sie überfuhr,

Dann knirschte nichts. Sie lachten nur.
Und weiter ging die Reise.

Sie schritten durch eine steinerne Wand,
Durch Klein Bünzow und anderes Wüstenland,
Durch den Raps und die Peene. –

Meine Gedanken. –

Ihr Kurs ging durch, ging nie vorbei.
Und als sie dich erreichten,
Da zitterten sie und erbleichten
Und fühlten sich doch unsagbar frei.

Spendenübergabe

Liebe Familie, Freunde und Kollegen,

einen Tag vor Jans Geburtstag haben wir am 21. Dezember 2012 eine Spende von 1800 € an Ortwin Rau, den Chef des Kulturvereins YAAM, und sein Team übergeben. Allein durch Eure Unterstützung ist solch eine große Summe zusammengekommen und wir sind immer noch überwältigt von Eurer Anteilnahme. Es bleibt uns nur, Euch aus tiefstem Herzen unseren Dank auszusprechen.

Nicht nur wir wurden eingeladen, das YAAM weiterhin zu besuchen, sondern diese Einladung reichen wir auch gern an Euch weiter. Auf der Homepage www.yaam.de könnt ihr Euch über das aktuelle Programm informieren und vor kurzem ist auch ein sehr schöner Artikel erschienen, der Euch das YAAM noch einmal näher bringen kann: http://www.kultmucke.de/das-yaam-in-346-tagen-und-450-metern/

Mit der Spende wird das YAAM den Jugendsport fördern und im Frühjahr / Sommer 2013 ein Sportturnier in Gedenken an Jan organisieren. Sobald wir den Termin erfahren, werden wir Euch auch umgehend einladen, das Kultur-, Sport- und Freizeitgelände am Berliner Ostbahnhof zu erkunden. Und natürlich um einen Cocktail am Strand  – mit Jan im Herzen – zu genießen.

Kerstin und Udo
& Steffen
& Susanne

ausgepuzzelt

Inzwischen ist es eine liebgewonnene Tradition, dass wir zwischen den Jahren nach dem Weihnachtsfest und vor dem Silvesterknall zusammenkommen, um mit Freunden und Gästen in gemütlicher Runde zu puzzlen. Angefangen hat es mit einem kleinen 500er und einer Szene aus „Casablanca“, die wir Konrad zu Weihnachten geschenkt haben. Jahr für Jahr hat sich der Schwierigkeitsgrad erhöht: einfarbig, rund oder größer, größer, größer.

Heute haben wir unser aktuelles Meisterstück beendet: das 5000er-Puzzle mit Blick in eine Gemäldegalerie von Giovanni Paolo Panini. Ein verflixt harter Brocken auf knapp zwei Quadratmetern, doch wir haben ihn geknackt. Es waren zum Schluss 4999 Teile, die ihren Platz gefunden haben – nur eine einzige Stelle ist frei geblieben zwischen Himmel und Erde.

Ich finde diese Leerstelle so passend und schön, denn heute sind wir alle nicht komplett. Liebes Herz, Du fehlst uns und wo auch immer Du das letzte Puzzleteil versteckt hast, pass gut darauf auf. Wir holen es irgendwann ab.

Suse

Du bist nicht mehr da, doch wir begegnen dich täglich bei den kleinsten Dingen unseres Lebens. Unsere Gedanken sind oft bei Suse, deinen Eltern und bei Steffen, ganz besonders an Tagen, wie gestern 🙁   Die vielen schönen Bilder zeigen uns, wie viele schöne Momente es in deinem Leben gab. Das tut gut:) Suse wollen wir auf diesem Weg danken, dass sie Andre` bei der Suche nach einer Bleibe in Berlin behilflich war.  Wir wünschen allen, die ganz nah bei Jan sind, ein gesundes und friedliches Jahr 2013.

Wenn die Sonne untergeht

Menschen, die von uns gehen, sind wie eine Sonne, die für immer versinkt. Aber etwas von ihrem Licht bleibt immer in unserem Herzen zurück.

Jochen Mariss

 

In Liebe deine Tante Biggi, Onkel Uwe, Andre´ und Anne

Jan   22.12. – heute wäre dein Geburtstag

Wir haben diesen Tag immer gefeiert. Früher war die Bude bei uns zu Hause voll, später in Berlin. Oma und Opa mussten mitmachen beim Topfschlagen. In den letzen Jahren waren wir immer bei dir in Berlin. Die Zeit vor der Freundesparty wolltest du mit deinen Eltern verbringen. Wir gingen Essen – Grundlage für die Party. Heute waren wir auch Essen, wie immer am 22.12.  Wie unwirklich –  du durftest nur noch in unseren Gedanken bei uns sein.

What a difference a day makes

Lieber Jan,

ich denke viel an dich. Ganz besonders heute, an deinem Geburtstag, denke ich an dich und an alle unsere durchgeknallten Freunde, die dich ordentlich gefeiert haben.

Wir hatten viel Spaß zusammen und daran werde ich immer festhalten mit einem breiten Grinsen. Danke Jan, für die wunderbaren Momente und für diesen Song. Du bist „cool wie John Forté“ 🙂

Deine Ehrli

What a difference a day makes

Wenn du nicht da bist

Wenn du nicht da bist,

habe ich noch immer,

was du gesagt hast

und dein Gesicht.

Von deinen Worten

behalte ich am längsten

die leisen.

Fast ihren Klang nur,

das Streicheln […]

Von den Gesprächen wird bleiben,

nur was uns neu war.

Wo die Gedanken sich trafen. […]

Mir aber ist dein Gesicht

so lebendig wie Erde.

So sehr

sind Gesichter es selten.

Wenn du nicht da bist, weiß ich ganz sicher,

was du gesagt hast und dein Gesicht.

H. Kahlau

Türchen #1

Ich habe Dir jedes Jahr einen Adventskalender gebastelt und sehe nicht ein, warum sich das ändern sollte. Nun gibt es einen für uns alle – zwar ohne Gummibärchen und Nougatstangen, aber mit schönen Augenblicken. Wir denken an Dich!

Suse

was fehlt…

Du nervtötende Beatbox

Du ausdauernder Warmduscher

Du störrischer Sozialautist

Du professioneller Zeitverschwender

Du unausstehlicher Morgenmuffel

Du explodierende Thesenschleuder

Du idiotischer Montagshasser

Du heilloser Hypochonder

Du anklagender Gedankenspringer

Du unfähiger Knotenlöser

Du menschgewordene Unpünktlichkeit

Du fehlst mir.

 

Suse

Erinnerungen

Versprochen!!!

Man hast du mich früher zur Weißglut getrieben, wenn du dich z.B. vor die Kaufhalle hingeschmissen hast- weil ich dir kein Brötchen gekauft habe. Die anderen Leute blieben dann stehen und ließen sich über meine miserablen Erziehungsmethoden aus. Ich sagte dann immer ganz laut „na dass erzähle ich alles deinen Eltern“ – damit alle gleich wussten dass ich nicht die Mutti bin. Oder weißt du noch, wie du mit einer kleinen Blechtrommel früh um 8 Uhr an den Zelten meiner Kommilitonen im Gusower Garten standst und um dein Leben trommeltest. Die Leute haben dich dafür fast gewürgt, weil die die Nacht durchgemacht hatten. Unser Jan der kleine Rebell. Ich habe so viele Geschichte zu erzählen und werde sie auch bei jeder Gelegenheit erzählen. Versprochen!!!!!!  Gibt es ein Leben nach dem Leben?  Jan auch wenn keiner die Antwort kennt – Ich glaube ganz fest daran, dass die Liebe  unendlich ist und wir uns  wiedersehen und dann nimmst du mich an die Hand und erzählst mir von der anderen Welt.                                                     In Liebe Deine Tina Tante.

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.

Jo Bro…

… hast du immer gesagt, wenn du mich mal lachend, mal gähnend, mal fröhlich, mal auf dem Sprung oder auch öfter mal essend am Telefon begrüßt hast.

Geliebter Bruder,

ich kann meine Gedanken und die vielen Erinnerungen noch gar nicht richtig ordnen. Mir fällt es schwer zu schreiben: „wir waren Brüder“, deshalb möchte ich schreiben: Wir SIND Brüder, die wohl unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet uns so viel.

Ich teile mit dir die schönsten Erinnerungen aus unseren Kindertagen. Ich war als Kind so froh, nicht so lange im Hort bleiben zu müssen, weil du, mein großer Bruder, schon zu Hause warst und auf mich aufgepasst hat. Du hast mich mehr als einmal geärgert (was haben wir uns gezofft – ich war wohl nicht immer ganz unschuldig), doch du warst immer für mich da, wenn ich meinen großen Bruder wirklich gebraucht habe. Als wir älter wurden, wurden die Streitereien weniger und wir haben uns gegen unsere Eltern verbündet. Mit wem mache ich denn jetzt Witze über die Beiden?

Wir konnten auch als Kinder so viel Mist zusammen machen. Burgen bauen, Piraten spielen oder die Musik aufdrehen, singend und tanzend durch die Wohnung stürmen. Ich erinnere mich an dein lautes, so wunderbar herrliches Lachen, wenn du Garfield im Auto auf dem Weg nach Dänemark gelesen hast. Du hast immer so viel gelesen und auch selbst geschrieben. Als Kind habe ich deine Texte nicht verstanden und sie leider erst jetzt wiederentdeckt.

Als du später angefangen hast, Football zu spielen, haben wir versucht, so viele Spiele wie möglich zu sehen und dich anzufeuern. Papas Anfeuerungs-Rufe: „Hau ihn um“, schallen immer noch durch mein Ohr. Dein Strahlen bei eurem ersten Sieg als Jugendmannschaft, werde ich nie vergessen. Als du nicht mehr spielen konntest und dafür die kleinen Kiddis trainiert hast, war ich so stolz auf dich, das habe ich dir leider viel zu selten gesagt.

Ich bin so froh, dass wir auch ohne uns täglich oder wöchentlich anzurufen oder zu sehen, ein tolles Verhältnis hatten. Wenn zwischen unseren Ellis und Dir dicke Luft war, konnten wir beide immer miteinander quatschen und die Wogen glätten. Ich vermisse dein Lachen und deine Freude, wenn du mir von etwas erzählt hast, von dem du richtig begeistert warst, egal ob es ein Projekt wie das Yaam, ein Football-Spiel oder einfach ein Song war.

Es gibt einfach so viele Erinnerungen und Gedanken, ich kann sie gar nicht alle in Worte fassen. Es bleiben aber so viele Fragen offen.

Wer macht unser traditionelles Familienfoto vor dem Weihnachtsbaum und beim Weihnachtsessen? An wem kann ich jetzt den Verlauf meiner Geheimratsecken voraussehen? Wer isst viel zu viel Ente von Oma und liegt dann faul auf der Couch? Wer gibt mir die neuesten Musiktipps aus dem hippen Berlin? Wer schaut mit uns die besten Steven Seagal Filme? Wer füllt die Lücke in unserem alljährlichen Oster-Gruppenfoto nach Alter und Größe sortiert?

Du fehlst mir. Du fehlst uns.

Bitte spiel mit Opa Schach, da wo du jetzt bist. Das hat euch beiden immer Spaß gemacht.

Ich hab dich lieb, dein kleiner Bro

Eigentlich mochte Jan Erich Fried nicht…

…aber eines seiner Gedichte hat uns beide immer begleitet. So war es auch am Sonnabend. Ich, Susanne, danke jedem Einzelnen, der zur Trauerfeier den Weg nach Frankfurt gefunden hat, und ich danke auch Allen von ganzem Herzen, die in Gedanken an diesem Tag bei uns waren. Jan hat mir einige der folgenden Zeilen manchmal zugeflüstert. In der Zeit vor der Beisetzung ist mir klar geworden, dass ich dort auf dem Friedhof nichts anderes hinzufügen kann.

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Lieber Jan, auch die vielen schönen und bunten Blumen, die dich zudecken, zeigen, wie wir und alle, die dich am Sonnabend begleiteten, dich lieben und wertschätzen

Bild 2Strophe und Refrain des Irischen Segenswunsches, den wir gemeinsam an deinem Grab gesungen haben:

Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein; sanft falle Regen auf Deine Felder und warm auf Dein Gesicht der Sonnenschein.
Und bis wir uns wiedersehen halte Gott Dich fest in seiner Hand. Und bis wir uns wiedersehen halte Gott Dich fest in seiner Hand.Bild 1 Mama und Papa

Lieber Jan,

erst spät kam ich ins Spezi, nur wenige Jahre haben wir uns ab und an gesehen und leider danach den Kontakt wieder verloren. Dennoch hast du Spuren hinterlassen, die mich auch heute noch an Dich denken lassen. Ich werde Dich in Deinen Texten suchen und besuchen, denn Du hast uns einen Teil von Dir hier gelassen.

Meine Gedanken in dieser schweren Zeit gelten auch Deiner Familie, Deiner Freundin und Deinen Freunden.

Frank Fischer

Grüße an Jan

Hallo Jan, lange Zeit haben wir Dich gekannt; aus Zeiten der Grundschule, des Gymnasiums, etc…. in FFO!

Leider ist etwas Unnatürliches geschehen…

„Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit

eines lieben Menschen ersetzen kann;

und man soll das auch gar nicht versuchen,

man muss es einfach aushalten und durchhalten.

Das klingt zunächst sehr hart,

aber es ist doch zugleich ein großer Trost,

denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,

bleibt man durch sie miteinander verbunden.“

Dietrich Bonhoeffer

In Gedanken sind wir bei Deinen Eltern Kerstin und Udo, Deinem Bruder Steffen sowie Susanne.

In stiller Anteilnahme

Ines Ziemer & die Zwillinge Christoph + Sebastian und Uli

 

Spuren

Und immer sind da Spuren deines Lebens,

Gedanken, Bilder und Augenblicke.

Sie werden uns an dich erinnern,

uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.

In Gedanken sind wir bei Udo und Kerstin und der Familie

In stiller Anteilnahme

Andre Wybranietz und Anja Hunold

„Wenn man einen geliebten Menschen verliert, gewinnt man einen Schutzengel dazu.“

Möge dieser Gedanke euch allen helfen, euren Verlust zu tragen. In Gedanken sind wir insbesondere bei Udo und Kerstin und der Familie. Wir können Eure Trauer und euren Verlust  nicht kleiner machen, aber da sein, wenn ihr uns braucht.

Wenn Jan heute zugesehen hat, dann wäre das bestimmt seine Botschaft an Euch alle:

„Ihr sollt nicht um mich weinen,
ich habe ja gelebt.
Der Kreis hat sich geschlossen,
der zur Vollendung strebt.
Und glaubt nicht, weil ich gegangen,
dass wir uns ferne sind.
Es grüßt euch meine Seele,
als Hauch in jedem Wind.
Und legt das Licht des Tages,
am Abend sich zur Ruh,
send ich als Stern am Himmel,
euch meine Liebe zu!“

Und auch wenn wir manchmal die Sterne nicht sehen können, so sind sie aber dennoch da.

Immer!

Wie Jan. Er ist nicht weg, sondern nur sehr weit entfernt.

Menschen, die wir lieben und die uns verlassen mussten, sind wie Sterne: Wir können sie nicht erreichen, doch wir können uns an ihnen orientieren.

 

Passt auf euch auf!

Ilona und Ingo Nagel

 

 

Aus der Trauerrede

Lieber Jan,

so wir wissen, dass es noch nicht Deine Tageszeit ist um viele Worte aufzunehmen, so ist es uns, Deinen Freunden, auch noch nicht zumute, jetzt schon Abschiedsworte an Dich zu richten. Insofern begegnen wir uns wohl heute – wie so oft – auf einer Wellenlänge.

Und wie so oft wärst Du wohl auch heute der Einzige, der an diesem Morgen, mit der für Dich so typischen Grummeligkeit, bei uns durchkommen würde. Die Musik hat Dich häufig aus solchen Gemütslagen befreit und Du wurdest zu dem Gute-Laune-Jan, den wir alle lieben. Du hast die Musik nicht nur gehört und selbst gemacht, sondern auch gelebt. Sie hat sich in Deiner ganzen Art zu Sein gezeigt. Dein breit gefächertes Repertoire, die unverzichtbaren Elemente Deines Style-Konzeptes, Deine Einstellung, die Rap Einlagen, das alles wurde Teil des Soundtracks unseres Lebens.

Doch nicht nur Deine Musik bleibt uns in Erinnerung, sondern auch deine gewinnende Art, unseren Parties einen besonderen Charakter zu verleihen. Vielleicht lag es aber auch nur an Deinen großartig gemixten Cocktails. Auch Deinem Charme konnte keine Frau widerstehen, wir erinnern uns immer gern daran, wie Du nach gefühlten fünf Minuten auf einer Party direkt eine Traube Frauen um Dich hattest. Doch in Wahrheit schlug Dein Herz nur für eine Frau, Deine Suse. Anfangs für die meisten nur eine Stimme am Telefon, ist sie nun ein lebendiger, nicht wegdenkbarer Teil von uns. Eure innige Beziehung hat unseren Freundeskreis stark geprägt.

So wie Dein Humor. Schwarz war er; und ohne Zucker. Auch – oder gerade – weil Du uns damit gern den Spiegel vorgehalten hast. Wir haben Deine ehrliche Meinung sehr geschätzt und sie uns auch stets, also manchmal, zu Herzen genommen. Dein Mob-Wissen hat uns intellektuell bereichert und Deine Tiefgründigkeit uns immer wieder aufs Neue erstaunt.

Es ist jetzt noch nicht viel später als gerade eben. Und eigentlich noch immer keine Zeit Abschied zu nehmen. Jan, wir lieben Dich, Du wirst für immer ein Funke in unserem Herzen sein. Und dafür sind wir Dir unendlich dankbar.

;(

Jan, immer wenn ich an Dich denke, habe ich dieses Lied im Kopf!

Ich hatte die Ehre, Dich dieses Jahr kennenzulernen. Jeden Tag, den ich an der Kasse im Yaam saß, warst Du da. Du gehörtest praktisch zum Inventar- und wenn ich daran denke, dass Du nie mehr da sein wirst, bin ich unendlich traurig.
Du hast mir dieses Lied ziemlich am Anfang unserer gemeinsamen Schichten gezeigt- Du hast es geliebt, und heute fahre ich los, um mich von Dir zu verabschieden ;(((

Jan- im Namen aller Türleute- Du fehlst wahnsinnig!!! Und auch wenn wir Dich noch nicht so lange kannten- wir sind unendlich froh, dass wir dich kennenlernen durften!!!

Für mich warst Du nicht nur ein Kollege, sondern ein Freund- vor Allem einer, der immer lächelt. Dieses Lächeln werde ich nie vergessen.

Aufrichtige Anteilnahme Jans Familie und Freunden

Birte

Lieber Jan, du bist einer der wertvollsten Mitarbeiter gewesen, die ich im Yaam je hatte.

Ich danke dir sehr, für dein schützendes Auge Jan. Dadurch habe ich mich sicher und ernst genommen gefühlt, danke. Schön war auch zu sehen, mit was für einer leidenschaft du deine Arbeit geleistet hast und mit welch einem frohem und reinem Herzen du anderen begegnet bist. Ein sprichwort besagt: „solange man jemanden im Herzen trägt, wird er für immer Leben“. Ich wünsch allen die dich lieben viel licht und Liebe. Ruhe in Frieden.

Mabou

Es ist schön zu erfahren wie vielen Menschen Du wichtig bist und wie viele schöne Erinnerungen sich mit dir verbinden. Wir konnten dich leider selten persönlich erleben, aber wir sind uns sicher, dass du deiner Familie und auch deinen Freunden nicht abhanden kommst – wo auch immer du sein wirst.  Kathi und Peter aus SFB

An manchen Tagen hat es nur für einen Zettel gereicht, weil wir uns nicht einmal zwischen Tür und Angel begegnet sind:

Liebes Herz, nicht erschrecken, ich musste schon los – bin aber bald zurück. Meine Gedanken fliegen zu Dir. Freu mich auf Dich. Tausend Kuss!

Suse

Schienenersatzverkehr…

Ich erinnere mich an eine Geschichte von dir. Sie hat mit der Deutschen Bahn, einer sehr umständlichen Fahrt von Berlin nach Frankfurt (Oder) und diesem Lied zu tun:

Schienenersatzverkehr-Song

Du hast diese Geschichte, an die ich oft denke, so großartig erzählt, dass jeglicher Versuch sie annähernd wiederzugeben, dieser in keinster Weise gerecht werden würde. Aber wann immer es nun bei Fahrten mit der Deutschen Bahn heißt (und das wird sehr oft sein): „Heute ist Schienenersatzverkehr!“, werde ich mit einem Lächeln auf den Lippen und Tränen in den Augen in den Bus einsteigen und an dich denken.

Solche Geschichten und auch deine Sprüche werden mir unendlich fehlen.
Es schmerzt sehr, dass ich es versäumt habe, dich besser kennenzulernen. Ich dachte doch, uns bliebe noch so viel Zeit…

Lieber Jan, mach dir um deinen kleinen „Bro“ keine Sorgen. Ich pass auf ihn auf.

Ari

 

 

Wir haben Jans Gesellschaft nicht nur bei den „Rasselbandetreffen“ immer sehr genossen. Er hatte an diesen große Freude, besonders aber am Nachtisch, wie man sehen kann.

Panna cotta, Jans größte Freude bei jedem Essen.

Hier das Rezept

Zutaten:

500 ml Schlagsahne,  50g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 6 Blatt Gelatine und Früchte der Saison

Zubereitung (für 4-6 Personen):

. Gelatine in kaltem Wasser einweichen

. Sahne und Zucker in einen Topf geben und unter ständigem Umrühren auf mittlerer Hitze

erwärmen, bis der Inhalt zu brodeln beginnt

. Topf vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine unter ständigem Rühren zu der

Sahne geben, etwa 3 Minuten weiter rühren

. abkühlen lassen und dann in eine große Schüssel oder kleine Förmchen geben und für

8 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank stellen

. vor dem Servieren auf einen Teller stürzen und mit den gezuckerten Früchten umgeben

Eine schöne Erinnerung …..

die Karschens

Lieber Jan,
in Deinem ersten Spezi fanden wir Dich total nervig. So wie kleine Mädchen eben kleine Jungs blöd finden. Später warst Du unser Hahn im Korb und wir Dein Harem und wir hatten die tollsten Ferien zusammen. Du warst nie um einen Scherz verlegen, hast mit den Hunden um die Wette gebellt und bis aus Messer diskutiert. Und Du hast ganz still neben mir auf der Bühne gesessen, als ich für Dich vorgelesen habe.
Ich möchte noch mal mit Dir auf der Tischtennisplatte in Trebnitz sitzen, oder auf der Hollywoodschaukel in Manfreds Garten. Denn damit hattest du ganz recht in Deinem allerersten Spezi, als Du Dich auf die Bühne stelltest und vorlast: „Ich bin ein toller Typ“. Das warst Du und wirst Du immer bleiben.
Ich denk an Dich.
Deine Deike

Hab Dank für die gute Zeit  Jan, wir vermissen Dich !

Mike Voigt

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Lieber Jan,

Als ich diese Nachricht erfuhr, dass du nicht mehr unter uns bist,  konnte ich es nicht glauben und ich weiß bis jetzt immer noch nicht ob es so richtig angekommen ist.

Jedes pfeifen mit dir war toll, ich glauben jeder von uns Schiedsrichter hat dich schon mal irgendwo schlafen sehen,  ob es im der Bahn war oder in der Kabine. In der verrücktesten Stellungen konntest du dein Nickerchen machen.
Ich persönlich erinnere mich auch oft und gern daran das du immer etwas süßes zum Naschen dabei gehabt hast.
Du hast die ganze Crew in Eberswalde zum Lachen gebracht als du mit deiner Nase Pfiep-Töne gemacht hast.
Nicht zu vergessen wo ich dich am S-Bahnhof getroffen habe. Du warst in voller Hektik, weil du deine Freundin überraschend abholen wolltest und dachtest du kommst zu spät.

Diese klaren letzten Erinnerungen an dich sind toll. Ich bin froh das die letzten Begegnungen immer mit guter Laune und Witz waren, so wie du warst,  ein humorvoller und lustiger Mensch,  der natürlich auch ernst und sachlich sein kann.

Wir denken hier an dich.

Ariane

Lieber Jan,

ich kannte dich nur kurz und bedauere dies zutiefst. Als ich in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit dir auf dem Footballfeld stand, wir beide in der Schiedsrichteruniform, da hatte ich sofort den Wunsch, dich besser kennen zu lernen. Du warst mir direkt sympathisch und ich hatte viel Spaß mit dir, du hast mir jederzeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Ich habe mich hier schon etwas durch die Beiträge gelesen und festgestellt, dass dies kein Zufall war.
Du hast mich an diesem Tag auch sehr beeindruckt, als du mir in einem der schwächsten Momente in meinem bisherigem Leben beigestanden und mich wieder aufgebaut hast. Seitdem erzähle ich jedem, den ich kenne, von den tollen Schiedsrichter-Kollegen, die mich bei der Zugfahrt mit den Hooligans unterstützt haben. Ich bin für diese Tat sehr dankbar und weiß, dass ich das nie zurückgeben kann. Aber ich möchte, dass jeder davon weiß, denn so großartige Menschen gibt es selten und mich hat es für mein zukünftiges Leben geprägt.

Ich hoffe, dir geht es gut, dort wo du jetzt bist. Und dass es dort gute Musik gibt.
Melli

Lachen, Lachen und Lachen…

Wir teilten uns die Leidenschaft zu alten Videospielen und als auf der Konfirmation von Flo die untere Musik zu hören war, da konnten wir uns das ein oder andere Lächeln nicht verkneifen. Den Audio-Mitschnitt vom Videoband wolltest du unbedingt haben. Hier ist er endlich. Natürlich in Mono. Musik –> Konfirmation Mai 2012

Wir denken an Dich.

Christoph und Anne

 

Lieber Jan,

du kamst zum ersten Mal ins Spezi, da warst du noch ein kleiner Junge. Mein Bruder nannte dich den „Kugelblitz“, weil du so lebhaft warst, wie kleine Jungs das nunmal sind. Viele Jahre bliebst du bei uns und wurdest nicht nur zu einem großartigen Menschen, sondern auch zu einem richtig guten Dichter. Deine Texte werden unvergessen bleiben. Ich möchte sie mir nun alle noch einmal durchlesen und darin nach Spuren von dir suchen.

Ich erinnere mich an einen Abend im Spezi, da hast du mit mir geschimpft, weil ich Vieles in Frage stellte und du Angst bekamst, es könnte alles zusammenbrechen. Du hast damals gesagt, das Spezi sei das Wichtigste in deinem Leben (oder zumindest sehr nah dran). Ich war sehr überrascht und konnte es nicht so recht glauben. Heute bin ich stolz darauf.

Ich bereue jetzt, bei der Jubiläumsfeier im letzten Jahr nicht mehr mit dir gesprochen zu haben, dich gefragt zu haben, wie es dir geht, was du so machst. Es waren einfach zu viele Menschen dort und zu viel los. Aber die Einträge auf dieser Seite zeigen mir, dass du viele Freunde hattest und ihr Leben unglaublich bereichert hast. Ich glaube, du warst einfach ein guter Mensch, Jan. Und die gehen leider oft zu früh.

Mein Mitgefühl gilt deiner Familie und deinen Freunden. Ich wünsche ihnen viel Kraft.

– Marlen

Momente

Es war ein Moment, und du warst nicht mehr da.
Ein Moment, von dem alles anders war.
Es war der eine moment, der viel zu früh geschah!
Der Moment an die Welt schwarz aussah!
Doch es waren die vielen Momente, da warst du noch da,
viele Momente, die waren einfach wunderbar.
Die Momente zusammen mit dir, an die erinnern wir.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt Kerstin, Udo, Susanne und der Familie

in stiller Anteilnahme

Rene und Nadin Wybranietz
Regina Wybranietz und Reinhard Fischer

Als Gäbs kein Morgen Mehr…

Wir haben getanzt, als gäbe es kein Morgen mehr, gelacht und immer wenn wir zusammen waren gute Laune gehabt!!! Für mich warst du ein Freund bei dem man sich zurücklehnen konnte … Ich werde dich sehr vermissen 🙁

Aber deine Freude und deine Herzlichkeit bleibt in meinem Herzen

Frag nicht warum, frag nicht wozu,
dann kommt dein Herz niemals zur Ruh‘.
Auf dein Wozu, auf dein Warum,
bleibt doch des Schicksals Mund nur stumm.
Gott weiß warum, Gott weiß wozu,
dies Wissen gibt dem Herzen Ruh‘.

 in tiefer Trauer !!!
Bri

Zitronenkrümeltee

Lieber Jan,

du warst meine Inspiration fürs Politikstudium! Wir haben uns ein Jahr vor eurem glorreichen Abitur kennen gelernt. Georgs coole Jungs wart ihr für mich – und seid es bis heute. Skat kloppen bei Marc, Filme schauen bei Georg oder einfach quatschen.

Ich war immer beeindruckt von deiner Empathie und Menschenkenntnis, von deiner Wärme und Intelligenz – und du hattest immer was zu trinken dabei!

Als du mir erzählt hast, dass du nach Greifswald gehst, Politik studieren, fand ich das eine tolle Idee und hab mich spontan am letzten Tag auch immatrikuliert. Weil ich natürlich so spät keine Chance mehr hatte eine Wohnung zu finden, haben du und Jette mir sofort angeboten bei euch mit zu wohnen. Drei Monate haben wir zu Dritt in eurer Wohnung gewohnt. Es war Winter und du hast jeden Morgen (für unser beider Vorlesung) heißen Zitronenkrümeltee gemacht – nur so haben wir Methoden der Politikwissenschaft überstanden.

Wir haben in den letzten Jahren den Kontakt etwas einschlafen lassen, bestimmten Freundschaften macht so etwas nichts aus – wenn man sich sieht, ist es wie immer.   Mit deinem gewinnenden, teils kritischen, Lächeln hast du es uns leicht gemacht. Ich kann nicht glauben, dass wir uns dieses Jahr am 24. Dezember nicht vor dem Ratskeller sehen. Ich bin wahnsinnig traurig – du hättet der Welt noch so viel geben können. Danke für das, was du mir gegeben hast.

Doreen.

Du fandest dieses Lied von den Streets immer sehr traurig – das finde ich auch.

Jan, mein Guter…

….manchmal, zwischen all der Trauer, lösen schöne Bilder den furchtbaren Verlust ab und ich muss schmunzeln über Erinnerungen aus der Zeit, als wir zusammen in der Käthe wohnten. Beispielsweise fiel mir in den letzten Tagen ein, dass dein Wäscheständer, den ich mir damals von dir geliehen habe, immer noch in meinem Besitz ist. Ich weiß noch genau wie du mich fragtest, ob ich auch so gerne Wäsche wasche 🙂 Und wir stellten fest, dass wir genau die gleiche Macke teilen.

Auch deine liebevolle Art mit Emil umzugehen…… Ich weiß noch, als ich dich und Suse mal besuchte und du die ganze Zeit mit Emil auf der Krabbeldecke gelegen hast und völlig begeistert mit ihm spieltest und fasziniert warst von diesem kleinen Menschlein. Danke dafür! Davon habe ich noch ein Foto…

Ich liebe das Bild von uns vor der grünen Wand bei Suses Einweihungs- und Geburtstagsfeier in der Käthe, als ich noch im letzten Moment ins Bild gesprungen bin!!! Das hängt in eurem Wohnzimmer auf eurer Freundesbilderwand…

Wie du warst, wenn du einem die Tür geöffnet hast werde ich nie vergessen!

Du fehlst und ich hoffe wir sehen uns irgendwann, irgendwo wieder auf eine Partie „UNO“!!!

Deine Chrissi

It was with disbelief and shock that we received the news of Jan’s death.
Just a few weeks ago we ate Flammkuchen at a German restaurant here in Oslo and we remembered the evening Jan had made Flammkuchen for us – his were so much better than those we got here.
We met Jan on our first evening in Berlin and it was thanks to him (and Ela, Suse and Karschi) that we felt immediately at home. Jan had his very own perspective and way to look at things that made him different and interesting and his dark humor is unforgettable.
We especially remember all those times we played Buzz, it was so much fun and always quite the competition!
Our thoughts go out to all his loved ones.

Love, Franziska & Kristian

Verloren – nie vergessen

Lieber Jan,

ich erinnere mich an deine Nase. Wir hatten Beide seltsame Nasen. Du Tropf, ich Gummi.

Ich erinnere mich an die Winterspiele, die du mit einigen Anderen in den Pausen veranstaltet hast. Eisschnelllauf und Skispringen waren nicht deine Paradedisziplinen. Aber: Die Klasse 7c hatte nie einen besseren Anschieber im Vierer Bob als dich.

Ich erinnere mich an einen Jungen, der auch an den Nägeln kaute.

Ich erinnere mich deinen Namen weich gesprochen zu haben, trotz ohne h.

Ich erinnere mich an Worte wie „Uf Jed’n“ und „Pack“.

Ich erinnere mich an deine Meinung. Du hattest immer Eine. Und du konntest sie pointiert Anderen entgegenschmettern.

Ich erinnere mich an Postkarten aus Kroatien und Österreich.

Ich erinnere mich im Stadion der Freundschaft gewesen zu sein und dich angefeuert zu haben.

Ich erinnere mich in wem du verliebt warst.

Ich erinnere mich an Krankenbesuche bei dir zu Hause.

Ich erinnere mich, dass du mit Björn, während des Unterrichts, die Tourdaten von Depeche Mode – auf der Rückseite von Maria’s T-Shirt – auswendig gelernt hast.

Ich erinnere mich an deine harte Schale und weichen Kern.

Ich erinnere mich an gemeinsame Heimwege. Wir sind in unterschiedliche Straßenbahnen gestiegen oder ein Stück gemeinsam gefahren.

Ich erinnere mich an Freistunden auf Bänken. An die ersten Handy’s. An Sonnenstrahlen, die aufgesaugt werden mussten – regungslos wie Chamäleons.

Ich erinnere mich an Kühe.

Jan, meine Erinnerungen sind 15 Jahre alt. Ich bedauere, dass sie nicht jünger sind.

Ich habe und werde dich nie vergessen.

Deine Tina

Mein tiefes und aufrichtiges Mitgefühl gilt deinen Liebsten. Ihnen wünsche ich Kraft und Zuversicht.

White Russian

Betrunken von den Bildern, die immer wieder den ansonsten so leeren Kopf befüllen und mein Herz mehrmals täglich so unendlich beschweren, wanke ich durch den Tag.
Dabei wäre ich lieber leichten Herzens mit Dir zusammen betrunken, von 10 „White Russians“ – mindestens!
Meine erste Begegnung mit Dir. Du hast versucht, mir das Mixen dieses genialen Drinks, den ich bis dato noch gar nicht kannte, beizubringen. Ob es hängen geblieben ist? Ich muss es demnächst ausprobieren, wenn auch schon jetzt sicher ist, dass Dein „White Russian“ der unübertroffen Beste bleiben wird! Ich habe fest daran geglaubt, dass wir das noch einmal wiederholen würden.. Vielleicht – nein besser noch – ganz bestimmt im Himmel Jan!

Bis dahin grüß mir die Engel und mach sie nicht allzu betrunken mit Deinem bezaubernden Lächeln und Deinen sauleckeren Drinks!

Dani

Mein lieber Jan…

…jetzt wo du nicht mehr da bist, ist ein großes Loch entstanden. Am Anfang war es ganz schwarz, tief und unendlich leer. Aber Tag für Tag wird es gefüllt mit Erinnerungen an die Zeit, in der  wir uns kannten und in der wir Abenteuern zusammen erlebt haben.

Angefangen mit unseren gemeinsamen Unterrichtsstunden in Maschkemathik und dem schrägsten Spruch der Schulzeit, ich glaub der kam von Dir und sollte Frau Hunger imitieren: „Erst summier ich, dann quadrier ich und übermorgen hole ich der Königin ihr Kind.“ Wir haben viel Blödsinn getrieben und viel gelacht in der Penne. Oder wenn ich an deine ersten Skiversuche im Skilager zurückdenke, das erste Jahr hast du noch fleißig geübt und im zweiten bist du schon wie der Sausewind zusammen mit Marten die Pisten hinunter gedüst. Es tut mir leid, aber es sah so wahnsinnig lustig aus wie ihr im Ski-Pflug die Pisten belagert habt.

Besonders gerne erinnere ich mich an unseren letzten Schultag, da waren wir zu viert bei Ehrli: Du, Ela, Ehrli und Ich und du hast uns den Karl Moik gemacht, wir haben Tränen gelacht. Du warst so großartig und tausend Mal besser als Moik selbst. Was für ein wunderbarer Tag.

Auch die Momente als du noch bei Karschi gewohnt hast, ich war damals so fasziniert, dass du das Foto von Paul und seiner Band als Riesenposter hast drucken lassen, um es in Deinem Zimmer aufzuhängen, ehrlich gesagt hat mich das tief gerührt und sehr glücklich gemacht. Geschweige denn die Darts-Abende.

Auch Eure neue Wohnung, mit Suse zusammen, fand ich immer großartig. Eure Freunde-Wand, da hätt ich ewig vorstehen können. Die hat mir immer gezeigt, wie wichtig Wir Euch beiden sind, und dass hat mir ein Gefühl von unendlicher Wärme gegeben. Dazu noch Spaghetti mit selbstgemachtem Pesto, wer hätte da wiederstehen können?

Am fünften Mai diesen Jahres habe ich mich riesig gefreut, dass Ihr mich in meinem neuen Haus mit so vielen anderen Freunden besuchen gekommen seid. Und ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage, wir hatten ein geniales gemeinsames Hoffest. Alle Freunde auf einem Haufen und Du mittendrin, für diesen Moment bin ich unendlich glücklich.

Zu guter Letzt kommen die letzten Tage gemeinsam mit Dir. Dein erster Flug und Deine und Suses Reaktion als ich Euch erzählt habe, dass bei uns Nachwuchs ansteht, Euer Strahlen einfach unvergesslich schön. Deine kleinen täglichen Komplimente werden mir fehlen, die einem den Tag so versüßt haben. Deine Begeisterung, wenn du über Musik erzählt hast, deine Leidenschaft, wenn es um gutes Essen ging. Du, einfach nur Jan, wie er leibt und lebt. Ich vermisse Dich sehr und versuche das dunkle, tiefe Loch mit diesen schönen Erinnerungen zu füllen. Du weißt, Du bleibst der ewige Funke in unseren Herzen. Vergiss niemals egal wo du jetzt rumschwirrst, wir lieben Dich!

Dein Vögelchen

Ich erinnere mich noch gut an mein letztes Gespräch mit Jan. Es war am Bahnhof Frankfurt/Oder nach einem Footballspiel, wo wir beide Schiedsrichter waren; wir warteten auf den Zug.
Bis dahin hatte ich immer nur kurz Kontakt mit ihm – in der Kabine, auf dem Feld, beim Lehrgang. Doch diesmal war endlich mal Zeit für ein längeres Gespräch, und ich merkte, welchen Tiefgang es bei der stillen, unaufdringlichen, mal ernsten, mal verschmitzten Person von Jan zu entdecken gab.
Ich freute mich damals schon auf das nächste gemeinsame Spiel, die erneute Gelegenheit zum Reden, zum besser Kennenlernen.
Dazu wird es nun nicht mehr kommen und das schmerzt.

Meine aufrichtige Anteilnahme an alle, die um Jan trauern.

Artie

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

Dietrich Bonhoeffer

Jeder folgt in seinem Leben einer Straße.
Keiner weiß vorher, wann und wo sie endet.
Alle hinterlassen Spuren und manche kreuzen unseren Weg.
Einige, die wir trafen, werden wir nicht vergessen.
Auch wenn sie für immer gehen,
in unseren Herzen und unserer Erinnerung bleiben sie.

Unser tiefes Mitgefühl gilt Kerstin , Udo , Susanne , den Rest der Familie und Freunde.
In stiller Anteilnahme
Anja & Katrin Wegener
Angelika & Waldemar Fritz
Familie Hartmann

Spuhl zurück

Tränen in den Augen. Zeit dümpelt dahin seitdem Du nicht mehr bist. Stunden sind Minuten sind Tage. Das normale Leben gleich Stillstand.

Du warst weltbester Cocktail-Mixer, eloquent bis in die Haarspitzen, redegewandt und vor Intelligenz strotzend, ein immer gern gesehener Freund in jeglicher Lebenslage. Wir hatten nicht die tiefste Bindung, auch nicht die längste, doch die kurze Zeit die wir uns kannten, war und ist für mich eine Bereicherung. Nur die Besten mein Lieber. The Good Die Young. Du fehlst.

Es tut weh dies zu schreiben. Es tut weh zu wissen, nie mehr Dein Lachen hören zu können, so ehrlich, so schön. Plötzlich auftretendes Freestyle-Gewitter, komplette Rap-Verse wiedergegeben als wär’s das Einfachste auf der Welt. Du hattest Funk im Arsch und den Schalk im Nacken mein Lieber, Du hättest ALLES machen können…Tränen in den Augen.

Fabian

Auf die Plätze, fertig und los…..

…von klein auf haben wir diese Tradition beibehalten und rannten um die Wette, wenn es darum ging, die besten Ostergeschenke einzukassieren. Jedes Jahr stellten wir uns in Reih‘ und Glied, um einen schönen Schnappschuss zu machen und unsere Entwicklung darzustellen. Früher warst du noch der größte, doch Jahr um Jahr holten wir dich langsam ein. Und nun? Solche Aufnahmen wird es wohl nicht mehr geben, wie auch du fehlst. Du fehlst zu jeder Feier, du fehlst an jedem Tag, du fehlst in unserer Familie.  Ich vermiss dich jetzt schon und bin zutiefst traurig, feststellen zu müssen, dich nicht genügend kennengelernt zu haben, wie es deine Freunde taten. Ich habe dich lieb Jan.

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren der Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir ungefragt gehen müssen.

In Liebe deine Cousine Christine

Ich kannte Jan leider kaum, weil er noch vor meiner Zeit bei den Schreibenden Schülern war, aber wir haben uns auf der Jubiläumsfeier unseres Vereins kennengelernt und wirklich gut verstanden.
Als ich eben von seinem Tod gelesen habe, konnte ich gar nicht glauben, dass es wirklich um den lustigen, jungen Mann ging, der damals neben mir gesessen hatte und mich mit seinen trockenen Kommentaren während der wirklich langweiligen Geldgeber- und Politiker-Reden ständig zum Lachen gebracht hatte. Ich habe ihn als wirklich witzigen und unglaublich netten Menschen kennengelernt und ich dachte noch: Mensch, schade, dass der nicht mehr bei uns ist!

Und wirklich…es ist einfach nur entsetzlich schade.

Ich wünsche Jans Freunden und seiner Familie alles Gute und viel Stärke!

Rita

Immer an Weihnachten…………….

………solange du daran glaubtest, Jan- sahen mich deine Augen (und die deines Bruders) an und warteten mit angespannter Neugier auf die Geschenke des Weihnachtsmannes. Dieser „Weihnachtsmann“ war ich. Lange ist es her und doch nicht lange genug, um nun bereits von dir Abschied nehmen zu müssen.

Ich teilte die Freude deiner Eltern, als du geboren wurdest und manche berichtete Episode danach. Dein Vater, Jan, ist einer meiner besten Freunde aus eigenen Kindertagen. Wenn wir Freunde uns trafen, dann waren kleine, amüsante Geschichten der Kinder stets im Raum und so warst auch du irgendwie „da“, ohne anwesend gewesen zu sein.

Für deinen Eltern warst du (gemeinsam mit deinem Bruder) ein großes Stück ihres Lebens und ihres Lebensinhaltes. Nun bist du gegangen, Jan. Auf unvorhersehbare und dramatische Weise. Doch du bleibst im Herzen all jener, die die Zeit mit dir teilten- Jahre oder auch nur Momente. Wie eben ich: viele Jahre an Weihnachten.

Unser Mitgefühl ist bei deinen Eltern, deiner Familie- auch deinen Freunden und wir stehen ihrer Trauer um dich und ein verlorenes Stück Zukunft hilflos gegenüber. Wieder einmal hat uns das Schicksal gezeigt:

Es ist später als man denkt!

Doch wo immer du jetzt bist, Jan-für alle die dich kannten und die dich liebten bleibt eines:

Auch wenn du nicht „da“ bist, so bleibst du dennoch „anwesend“:

in der Erinnerung und im Herzen.

Für uns schläfst du nur

.

Ingo Nagel

und Familie

Hier brennt eine Kerze für Jan. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, seiner Liebsten und bei denen, die ihn wie ich als Schreibenden kannten. Drei seiner Texte liegen noch auf der Festplatte meines Computers. Einer endet mit den Sätzen: „Wir werden uns wiedersehen. Dann wird gar nichts falsch und gar nichts richtig sein und für keine der Antworten gibt es eine Frage.“

Carmen

Bestimmte Momente…

…immer wenn ich vor so einem Buffet stehe, wie es auch zu Feiertagen in Gusow aufgetischt wurde und überlege „wie kann ich so viel wie möglich davon schaffen“, muss ich immer an deine Worte denken „wenn nichts mehr geht, Kopf in den Nacken und dann das Essen von oben nach unten Massieren“ 🙂

Den hast du immer gebracht…

von: Rico

Windstill

Ich erinnere mich an all die wunderschönen Stunden mit Jan zusammen im Spezi-Lager.
Eine ganze Weile verband uns mehr als bloße Zuneigung, wir hatten uns sehr lieb und so ist es mir in Erinnerung geblieben.

Ein Lied erinnert mich besonders an Jan, wir hatten es einmal zusammen gehört.
Und seitdem, wann immer ich es höre, lässt es mich an Jan denken.

Windstill (Keimzeit)

Für dich Jan,
der du fest in meinem Herzen verankert bist,
von Marie.

Deine Musik…

…muss ich gestehen, habe ich erst jetzt entdeckt. Ich wusste, dass Du in Deinem stillen Kämmerlein schon immer herumexperimentiert hast. Wir fachsimpelten über Fruity Loops und was man alles tolles damit anstellen konnte, später hast du Garageband entdeckt und angefangen Deine eigenen Mashups zu produzieren. Diese habe ich jetzt entdeckt und war im Endeffekt von der Qualität sehr überrascht. Mein persönlicher Favorit ist dieser hier:

Dafür, dass Du nur Mono hören konntest, hast du einen echt netten Sound kreiert. Um Dir meinen Tribut dafür zu zollen, hab ich im Andenken an Dich und Deine Musik das folgende Set kreiert – vielleicht hörst Du es ja da oben…

Bombaclat sagt der Marc!